Anmelden

Schmerz zulassen statt vermeiden: Der Schlüssel zu innerer Leichtigkeit

Kennst du dieses Gefühl, dass da etwas in dir schlummert?

Etwas, das du längst zur Seite gelegt hast – sauber verstaut und in einer Schublade gut verschlossen.

Vielleicht hast du gelernt, damit zu leben. Unter Umständen funktioniert dein Alltag sogar ganz gut. Dennoch gibt es die Momente, in denen ein kleiner Trigger im Aussen etwas in dir auslöst. Das kann ein Blick sein, ein Geruch oder ein Wort und sofort macht sich tief in deinem Inneren etwas bemerkbar. In dem Moment weisst du, dass da doch noch etwas in dir ist. Ein unangenehmes Gefühl, das nie wirklich verarbeitet oder zugelassen wurde.

pexels liza summer 6382642

Weshalb wir Schmerz vermeiden

Wir Menschen sind Meister darin, Schmerz zu vermeiden. Das ist kein Zufall. Unser System ist darauf ausgelegt, uns zu schützen. Schmerz bedeutet Gefahr – also lernen wir früh, ihm auszuweichen. Wenn du einmal auf eine heisse Herdplatte gefasst hast, wirst du das kein zweites Mal tun.

Wenn du ausgelacht wurdest, dann hat dein Inneres entschieden: Das mache ich nie wieder, das ist viel zu schmerzhaft. Aus einem Moment der Zurückweisung formt unser System ein Muster: Ich bin lieber still. Ich halte mich besser zurück und passe mich an.

Genauso entstehen unsichtbare Vermeidungsstrategien. Wir entwickeln Taktiken, um den Schmerz nicht fühlen zu müssen. Wir lenken uns ab, greifen zum Handy, verlieren uns in Social Media, brauchen plötzlich einen Kaffee – oder suchen ständig nach dem nächsten Adrenalinkick, um kurzfristig Freude zu spüren.

Zulassen, statt verdrängen

Doch was, wenn genau hier der Wendepunkt liegt?

Was, wenn Heilung nicht bedeutet, den Schmerz loszuwerden – sondern ihm Raum zu geben?
pexels thirdman 7659453

In dem Moment, in dem du aufhörst wegzulaufen und beginnst hinzuspüren, entsteht etwas Neues: Ein Raum, in dem nichts verdrängt werden muss. Das fühlt sich oft ungewohnt an. Manchmal sogar beängstigend. Und ja, es wird nicht immer sofort leichter. Doch wenn du in Verbindung bleibst und dem Gefühl erlaubst, da zu sein, beginnt sich etwas zu verändern. Nicht durch Wegdrücken, sondern durch bewusstes Wahrnehmen. Womöglich taucht Wut auf, Traurigkeit, oder Leere. Versuche, einfach da zu bleiben. Ohne zu bewerten oder etwas verändern zu wollen.

Spüre in deinen Körper:

  • Wo sitzt die Spannung? Wo ist Druck?

Es reicht, wenn du dem Gefühl begegnest – vielleicht nur mit einem inneren „Hallo Gefühl, ich sehe dich“. Oft beginnt genau dann Bewegung. Manchmal entsteht auch der Impuls, dem Ganzen Ausdruck zu geben: Sei es durch Schreiben, Malen oder eine körperliche Handlung wie laufen gehen.

Was wir zulassen, kann sich verändern.
Was wir vermeiden, bleibt bestehen.

Akzeptanz und Mut hinzuschauen

Nicht jeder Schmerz verschwindet vollständig. Manche Wunden hinterlassen Spuren. Doch auch Narben erzählen Geschichten. Sie sind kein Zeichen von Schwäche – sondern von gelebtem Leben.

Unter Umständen spürst du beim Lesen, dass es auch in dir solche Punkte gibt. Gefühle, denen du lieber ausweichst. Dann frage dich:

  • Welches Gefühl bin ich nicht bereit zu fühlen?
  • Wovor möchte ich mich schützen?

Nun kannst du im nächsten Schritt beginnen, liebevoll zu forschen. Beobachte dich, deine Muster und notiere deine Erkenntnisse auf. Oftmals haben die verschiedenen Vermeidungsstrategien einen gemeinsamen Nenner. Wenn du diesen gefunden hast, kann Transformation viel leichter gehen.

Gerade bei tieferem oder altem Schmerz ist es hilfreich, Unterstützung anzunehmen. Jemanden an deiner Seite zu haben, der den Raum für dich hält. Auch das kann ein wichtiger Schritt auf deinem Weg hin zu mehr Leichtigkeit sein: Die Akzeptanz, dass du nicht alles alleine schaffen musst.

Ich wünsche dir den Mut, ehrlich hinzuschauen. Und Vertrauen darin, dass Veränderung möglich ist – nicht durch Kampf, sondern durch Erlaubnis. Möglicherweise beginnt genau hier dein Weg hin zu mehr Leichtigkeit.

Nicole Zemp
Nicole Zemp
Mit einer tiefen Liebe zur Natur und einem Interesse für ihre Gesetzmässigkeiten und Rhythmen schöpft Nicole Inspiration aus jeder Jahreszeit. Empathisch, herzlich und voller Dankbarkeit lässt sie diese Werte in ihre Arbeit und Texte einfliessen. Als ausgebildete Drogistin, Kinesiologin und Komplementärtherapeutin mit eidg. Diplom verbindet sie fundiertes Fachwissen mit einem ganzheitlichen Blick auf Körper, Geist und Seele – stets mit dem Ziel, Menschen auf ihrem Weg zu Wohlbefinden und innerem Gleichgewicht zu begleiten.

Kostenlose Fachartikel

Schliesse dich anderen naturverbundenen Menschen an, die mehr über die Themen Komplementärtherapie, Kinesiologie, Gesundheit und ein achtsameres Leben erfahren.

Die E-Mail-Infos sind kostenlos und jederzeit abbestellbar.

Deine Daten sind sicher. Hier ist unsere Datenschutzerklärung.

Noch keine Kommentare vorhanden

Was denkst du?

Praxis Resilla GmbH
Grosshegen 1
6162 Rengg LU

079 713 04 99
praxis@resilla.ch

Fragebogen: ErwachseneFragebogen: Kinder & JugendlicheFragebogen: LernförderungDatenschutzImpressum
..